Statt des klassischen lehrerzentrierten Unterrichts betont die Montessori-Pädagogik schülerzentriertes, selbstgesteuertes Lernen, individualisierte Bildung und die Schaffung einer vorbereiteten Umgebung, die die natürliche Neugier und Eigenmotivation der Schülerinnen und Schüler fördert. Zusätzlich legen wir einen besonderen Fokus auf MINT Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sowie auf Praxisbezug und Projektarbeit. Wir unterliegen als Ersatzschule dem Kerncurriculum des Landes Niedersachsen, erreichen die Lernziele des Lehrplans aber mit anderen Methoden und im individuellen Tempo.
Bei uns wird in altersgemischten Gruppen gelernt, jeweils zwei Klassenstufen bilden eine Einheit. In den Klassenstufen 5 – 8 werden keine Schulnoten vergeben, die Schüler*innen erhalten regelmäßig individuelles Feedback zu ihrem Lernstand und ihren Lernzielen.
Die Gemeinschaft spielt eine zentrale Rolle und wird durch regelmäßige Elternversammlungen, Aktionstage, Schulveranstaltungen und gemeinsame Projekte gefördert, um ein unterstützendes Umfeld für Schülerinnen, Schüler und ihre Familien zu schaffen. Wir sehen Lehrkräfte, Lernende und Eltern in einer konstruktiven Lernpartnerschaft und fördern stets den Dialog auf Augenhöhe. Ein respektvoller Umgang aller am Schulleben beteiligter Personen miteinander ist für uns zentral.
Lehrerinnen und Lehrer agieren als Lernbegleiterinnen und -begleiter, die die Schülerinnen und Schüler in ihrem individuellen Lernprozess beobachten, inspirieren und ermutigen. Sie schaffen eine anregende Lernumgebung und bieten wenn nötig individuelle Unterstützung. Die Haltung der Lernbegleiter basiert auf dem Leitspruch Maria Montessoris: „Hilf mir es selbst zu tun“.
In einer Montessori Schule liegt der Schwerpunkt nicht auf Noten oder Prüfungen. Stattdessen wird der Fortschritt der Schüler durch Beobachtungen der Lehrkräfte, Portfolios und regelmäßige Gespräche mit den Schüler*innen und deren Eltern im Blick behalten. Ab Klasse 9 werden Noten eingeführt, um die Lernenden auf die staatlich anerkannten Abschlüsse vorzubereiten.
Die Montessori-Pädagogik betont die Entwicklung sozialer Fähigkeiten und die Zusammenarbeit der Schüler. In unserer Schule werden den Schüler*innen Gelegenheiten gegeben, respektvoll zusammenzuarbeiten, individuelle Stärken einzubringen und Konflikte konstruktiv zu lösen. Dies fördert soziale Kompetenzen wie zum Beispiel die Entwicklung von Empathie, Teamfähigkeit und Lösungsorientierung.
Die Montessori-Ausbildung betont die Entwicklung des ganzen Kindes - intellektuell, sozial, emotional und physisch. Die Schüler entwickeln ein tieferes Verständnis für das Lernen und eine lebenslange Liebe zum Wissen. Außerdem werden sie zu selbstbewussten, unabhängigen und kritischen Denkern erzogen.
Neben einem besonders praxisnah umgesetzten Lehrplan ab Klasse 7 mit dem Fokus auf die Umsetzung des sogenannten Erdkinderplans legen wir großen Wert auf die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen wie kritisches Denken, Problemlösungsfähigkeiten, soziale Kompetenzen, Teamarbeit und Eigenverantwortung, um die Schülerinnen und Schüler optimal auf die Anforderungen der sich ständig wandelnden Welt vorzubereiten. Unser MINT Schwerpunkt sowie Kooperationen mit regionalen Einrichtungen und Unternehmen bereiten die Lernenden auf die wachsende Digitalisierung in der Arbeitswelt vor.
Maria Montessori wurde am 31.08.1870 in Italien geboren und war eine der ersten Frauen des Landes, die ein Medizinstudium abschloss. Sie promovierte und führte den Titel Dr. med.
Ihre Karriere begann in der Kinderheilkunde, bevor sie sich der Pädagogik zuwandte. Ihre ersten Erfolge erzielte sie in einem römischen Kinderhaus für benachteiligte Kinder, wo sie ihre revolutionären Methoden entwickelte. Aufgrund politischer Spannungen musste sie Italien verlassen und lebte viele Jahre im Exil, unter anderem in Spanien, Indien und den Niederlanden.
Montessoris Pädagogik galt zu ihrer Zeit als revolutionär, da sie starre Schulstrukturen in Frage stellte und das Kind ins Zentrum der Bildung rückte. Ihre Ideen fanden schnell internationale Anerkennung, insbesondere in den USA, den Niederlanden und Indien. Gleichzeitig gab es Kritik, vor allem von traditionellen Bildungseinrichtungen und der katholischen Kirche, die ihre Methoden als zu unkonventionell betrachteten. Zu ihren Unterstützern zählten hingegen Persönlichkeiten wie Mahatma Gandhi, Anna Freud und John Dewey.
Erst spät bekannte sie sich öffentlich zu ihrem Sohn Mario Montessori, der später ihre Arbeit fortführte und die Montessori-Bewegung weltweit prägte.
Dr. Maria Montessori verstarb 1952 in den Niederlanden.
Maria Montessori war eine überzeugte Pazifistin und Christin, die sich Zeit ihres Lebens für Kinderrechte, Bildungsgerechtigkeit und Frieden einsetzte. Ihre Pädagogik basiert auf Freiheit, Selbstbestimmung und individueller Förderung – Werte, die mit totalitären Ideologien unvereinbar und im direkten Widerspruch zu faschistischen Ansichten stehen.
Maria Montessori ging in den 1920er-Jahren auf das Angebot Benito Mussolinis ein, ihre Pädagogik in Italien weiterzuentwickeln. Ihr Ziel war es, das Bildungssystem zu reformieren und möglichst vielen Kindern eine bessere Schulbildung zu ermöglichen. Als Mussolini jedoch begann, ihre Schulen für politische Zwecke zu instrumentalisieren, distanzierte sie sich und verließ 1934 Italien ins Exil.
Die Nationalsozialisten schlossen ab 1933 Montessori-Einrichtungen in Deutschland und verboten diese 1936 endgültig, da ihr Konzept der freien Entfaltung des Kindes nicht mit der NS-Ideologie vereinbar war.
Kritische Diskussionen über die Haltung Montessoris gegenüber politischen Akteuren ihrer Zeit sind legitim, ändern aber nichts an der Tatsache, dass ihre Pädagogik demokratischen und menschenfreundlichen Prinzipien folgt.
Maria Montessori begann ihre pädagogische Arbeit mit Kindern, die damals als „bildungsunfähig“ galten, und erzielte mit ihnen große Fortschritte – eine bahnbrechende Leistung für ihre Zeit. Sie war eine der ersten, die darauf bestand, dass Kinder mit Behinderungen nicht ausgegrenzt, sondern mit speziellen Methoden gefördert werden sollten.
Allerdings verwendete sie in ihren frühen Schriften auch Begriffe, die aus heutiger Sicht nicht mehr angemessen sind. Auch war ihr Ansatz nicht mit dem modernen Verständnis von Inklusion vergleichbar – etwa, dass alle Kinder unabhängig von ihren Fähigkeiten in einer gemeinsamen Lerngruppe unterrichtet werden.
Dennoch legte ihre Arbeit wichtige Grundlagen für die heutige inklusive Pädagogik und heute werden Montessoris Ideen in diesem Sinne weiterentwickelt.
Die Montessori Schule Nordheide bietet Schülerinnen und Schülern von der 5. bis zur 10. Klasse eine anregende und wertschätzende Lernumgebung an. Unsere Schule startet voraussichtlich im Schuljahr 2026 mit einer 5. Klasse und wird dann jedes Jahr weitere Fünftklässler aufnehmen. So bauen wir die Schule in den kommenden Jahren sukzessive auf. Jeweils zwei Jahrgänge (5 und 6, 7 und 8 sowie 9 und 10) arbeiten hierbei in altersübergreifenden Lerngemeinschaften. Jeder Jahrgang betreibt ein eigenes Projekt, welches der gesamten Schule zugute kommt. Dies fördert die soziale Kompetenz und Zusammenarbeit sowie die Verantwortung für die Schulgemeinschaft.
Wir haben einen ambitionierten Zeitplan, der die Eröffnung im August 2026 für das Schuljahr 2026/2027 vorsieht. Ab sofort nehmen wir unverbindliche Voranmeldungen interessierter Familien entgegen. Der Bewerbungsprozess beginnt Ende 2025. Übersteigen die Bewerbungen die Anzahl der verfügbaren Plätze, geben wir Familien mit Montessori Hintergrund (Kinderhaus, Grundschule) den Vorrang. Es werden nach Möglichkeit einzelne "Quereinsteiger"-Plätze vergeben werden.
Unser Konzept ist darauf ausgerichtet, einen nahtlosen Übergang für Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen, die bereits eine Montessori-Grundschule bzw. den Montessorizug der Waldschule in Buchholz besucht haben. Wir unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, sich nach dem Schulwechsel schnell in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden.
Voraussichtlich ab Herbst 2025 bieten wir interessierten Kindern vor der Umschulung ein Viertklässlercamp an, bei dem sich Kinder und Lehrkräfte beschnuppern können und basierend auf der Montessori-Pädagogik gemeinsam an Projekten arbeiten.
Unser Ziel ist es, dass alle Kinder die Schule mit einem staatlich anerkannten Abschluss verlassen, um dann eine Ausbildung zu beginnen oder auf eine gymnasiale Oberstufe zu wechseln.
Ja. Als Schule in freier Trägerschaft können wir unsere laufenden Kosten nur decken, wenn wir unter anderem Schulgebühren erheben. Diese werden gem. § 144 Abs. 1 Satz 1 NSchG nach Einkommen gestaffelt sein und die genaue Höhe wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Unsere Montessori Schule wird in der Nordheide eröffnet werden, idealer Weise im Stadtgebiet von Buchholz. Aktuell sind wir auf der Suche nach einem Schulgebäude, das den Anforderungen der Montessori-Pädagogik und der niedersächsischen Schulbehörde entspricht. Die Auswahl eines geeigneten Gebäudes ist entscheidend für die Schaffung einer optimalen Lernumgebung für unsere Schüler.
Die Eröffnung ist geplant für das Schuljahr 2026/2027.
Unsere Schule wird durch Schulgebühren, Spenden, Elternbürgschaften, Bankdarlehen und nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Wartefrist von drei Jahren durch staatliche Zuschüsse finanziert. Eltern beteiligen sich aktiv am Schulleben, z.B. durch Freiwilligenarbeit, Fundraising-Aktivitäten oder Teilnahme an Schulveranstaltungen und Aktionstagen. Ihre Mitarbeit und ihr Engagement sind ein wichtiger Bestandteil unserer Schulgemeinschaft.
Schon im Gründungsprozess entstehen hohe Kosten. Wenn Sie der Initiative mit einer Spende unter die Arme greifen wollen, nutzen Sie sehr gern unser Spendenkonto bei der Hamburger Sparkasse:
IBAN: DE41 2005 0550 1505 6964 41
BIC: HASPDEHHXXX
Wir sind als gemeinnützig anerkannt und Spenden an uns können von der Steuer abgesetzt werden. Für größere Spenden stellen wir natürlich Spendenbescheinigungen für das Finanzamt aus.
Wir freuen uns über Spenden, Sponsoring, ermutigende Worte und aktive Mitarbeit in diversen Arbeitskreisen. Als gemeinnützige Unternehmergesellschaft (gUG) freuen wir uns über Geldzuwendungen und Sachspenden von Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen. Konzeptionelle Mitarbeit sowie Bewerbungen von Montessori Pädagogen sind uns ab sofort herzlich willkommen.
Eigentlich sollten diese Werte selbstverständlich sein, doch angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen halten wir es für notwendig, unsere klare Haltung zu betonen:
Unsere Schule basiert auf den Prinzipien der Menschenwürde, Vielfalt und Demokratie und bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Extremistische oder verschwörungsideologische Strömungen lehnen wir ab.
In unserem pädagogischen Handeln fördern wir ein weltoffenes, inklusives und demokratisches Miteinander, in dem Vielfalt als Bereicherung verstanden wird. Die Montessori-Pädagogik wurzelt in humanistischen Werten und ist unvereinbar mit extremistischen oder undemokratischen Ideologien.
Unsere Montessori Schule wird in der Nordheide eröffnet werden, idealer Weise im Stadtgebiet von Buchholz. Aktuell sind wir auf der Suche nach einem Schulgebäude, das den Anforderungen der Montessori-Pädagogik und den behördlichen Vorgaben entspricht.
Als freie Schule im Aufbau bieten wir vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, ein motiviertes Team sowie die Zusammenarbeit mit einem wirtschaftlich, juristisch und psychologisch fundiert ausgebildeten Gründerinnenteam.
Wir sind Dein Arbeitgeber. Bei uns hast Du ein festes Kollegium und einen festen Standort - eine Abordnung oder Versetzung an eine andere Schule gibt es bei uns nicht.
Die Eröffnung unserer Schule ist geplant für das Schuljahr 2026/2027. Bewerbungen werden laufend angenommen, Arbeitsverträge ab sofort geschlossen.
Ein Montessori-Diplom ist ein sehr großes Plus für Deine Bewerbung bei uns. Komme aber unbedingt auch dann auf uns zu, wenn Du noch in der Ausbildung bist oder planst, diese zu beginnen.
Wir freuen uns auf Bewerberinnen und Bewerber mit zweitem Staatsexamen, Begeisterung und Leidenschaft für Montessori-Pädagogik und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen der Sekundarstufe I. Die Arbeitsstunden sind für uns erstmal zweitrangig.
Derzeit suchen wir Lehrkräfte aller Fächer der Sekundarstufe I sowie eine Schulleitung. Kontaktiere uns einfach unter [email protected] für weitere Details.
Alle aktuellen Stellenanzeigen findest Du in unserer Stellenbörse unter dem Menüpunkt Kontakt & Karriere.